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Kapitalismus und politische Moral in der Zwischenkriegszeit

Autor
Geyer, Martin H.

Kapitalismus und politische Moral in der Zwischenkriegszeit

Untertitel
Oder: Wer war Julius Barmat?
Beschreibung

Der Aufstieg und Fall des jüdischen Unternehmers Julius Barmat in der Zwischenkriegszeit steht exemplarisch für die andauernden Debatten über Kapitalismus, Moral und Demokratie. Das Buch regt dazu an, den politischen Radikalismus neu zu überdenken und sich mit der heutigen Praxis des Kapitalismus und der Kapitalismuskritik auseinanderzusetzen.

Wer war dieser Julius Barmat, der am Silvestertag 1924 im noblen Schwanenwerder bei Berlin verhaftet wurde? Ein begnadeter Unternehmer, der während der englischen Blockade maßgeblich zur Lebensmittelversorgung in Deutschland beitrug, dessen Industriekonzern aber im Zuge der Währungsstabilisierung scheiterte? Oder ein betrügerischer, korrupter, »ostjüdischer« Kriegs- und Inflationsgewinnler? War er ein Agent des Kaiserreichs oder ein opportunistischer Sozialdemokrat und Förderer der Zweiten Internationale?

Die Verhaftung dieses Mannes löste einen der brisantesten deutschen Finanzskandale aus, der nicht nur die Justizbehörden, die Medien und Radikale beschäftigte, sondern auch Literaten und Theaterregisseure.
(Klappentext)

Verlag
Hamburger Edition, 2018
Seiten
592
Format
Gebunden
ISBN/EAN
978-3-86854-319-3
Preis
40,00 EUR
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor:

Martin H. Geyer ist Professor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Seine Forschungsthemen sind die Geschichte der Zwischenkriegszeit, die Entstehung des modernen Belagerungs- und Ausnahmezustands und die Zeitgeschichte seit den 1970er und 1980er Jahren.