Zum Buch:
Konstantinopel, die einst so stolze Hauptstadt des Byzantinischen Kaiserreiches, hat schon weitaus bessere Tage gesehen. Heute besteht das ehemals blühende Handelszentrum des gesamten Mittelmeerraumes nur mehr aus dem eigentlichen Stadtgebiet und einer Handvoll im Umkreis verstreuter Dörfer und Weiler. Alles in allem leben hier vielleicht 40.000 Menschen.
Das ist nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass Sultan Mehmet II., auch bekannt als Mehmet der Eroberer, als er sich anschickt, die Stadt zu belagern, einen ganzen Monat braucht, allein um seine Streitmacht in Stellung zu bringen. 200.000 Mann. Ein gewaltiges Heer. Die Verteidiger bringen es gerade mal auf 10.000 fähige Kämpfer, und eine Entsatzarmee wird nicht kommen, soviel steht fest. Aber sie haben einen großen Vorteil: Eine riesige Mauer, mit Wehrtürmen bespickt, neunzehn Kilometer lang, vom Marmarameer bis zum Goldenen Horn, ein Bollwerk, das sich einer fast 100jährigen Bedrohung bisher widersetzt hatte.
Es ist Frühling am Bosporus. Anfang April 1453. Die Schlacht beginnt mit einem furchterregenden, nie da gewesenen Dauerfeuer aus Dutzenden Kanonen. Anderthalb Monate später ist die Entscheidung gefallen.
Der Klappentext zitiert Denis Scheck, Mich hat dieses Werk in einen regelrechten Leserausch versetzt, wie ich ihn lange nicht mehr erlebt habe. Da kann ich mich nur anschließen, denn genau das ist mir bereits bei Roger Crowleys Buch Entscheidung im Mittelmeer. Europas Seekrieg gegen das Osmanische Reich 1521-1580 passiert. Gäbe es ein weiteres Buch von Crowley, egal über welches Thema, ich würde wieder alles liegen und stehen lassen.
Axel Vits, Der andere Buchladen, Köln